Weiterbildung im Personalwesen

Wer kein akademisches Studium anstrebt, kann sich mit seriösen Weiterbildungen auch sehr gut im Bereich des Personalwesens weiterqualifizieren. Wir haben einen Überblick der anerkannten Personal-Weiterbildungen und zudem ausführliche Beschreibungen zu den Kosten, Voraussetzungen und Inhalten.

Der Begriff „Fernstudium“ wird oft als Synonym für sämtliche Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten genutzt. Darunter fallen dann nicht nur die klassischen akademischen Fernstudiengänge, sondern auch Abend- oder Wochenendstudiengänge oder aber Lehrgänge, die wesentlich kürzer sind und nicht mit einem Bachelor, Master oder MBA, sondern einem Zertifikat abschließen.

Wenn du dich also neben dem Beruf noch weiterqualifizieren möchtest, solltest du dir auf jeden Fall eine Frage stellen:

Studium oder Lehrgang?

Es gibt kein pauschales „richtig“ oder „falsch“, denn ob eine akademische oder nicht-akademische Fortbildung die richtige Wahl ist, hängt von deinen Karriereplänen sowie nicht unerheblich von deinem Willen ab. Denn ein berufsbegleitendes Studium dauert, je nach Abschluss, zwischen 5 und 8 Semestern und erfordert dementsprechend über mehrere Jahre konstante Lernbereitschaft und den Verzicht auf viel Freizeit und Privatleben.

Ein Lehrgang hingegen kann inhaltlich nicht mit einem umfassenden Studium mithalten, vermittelt dafür aber auch das wichtigste Praxis-Know-how und dauert in der Regel zwischen 6 und 18 Monaten. Also ein überschaubarer Zeitraum, in dem das Privatleben etwas zurückstecken muss.

Vor- und Nachteile bzw. für wen lohnt sich was?

Man kann recht klar sagen: Wer sein Karriereziel im mittleren oder oberen Management sieht, sollte einen akademischen Abschluss in der Tasche haben. Ob man vorher noch eine Ausbildung gemacht hat, spielt aus Sicht der Personaler da meistens weniger eine Rolle. Aber eine Ausbildung kann dir natürlich helfen, deinen Arbeitsalltag besser zu organisieren und damit durch mehr Leistung hervorzustechen.

Umgekehrt ist man mit einem Bachelor oder Master zu gut qualifiziert, um dauerhaft eine Sachbearbeiterposition im Backoffice inne zu haben. Wir haben die Karrierestufen grafisch skizziert:

An die Qualität und das Ansehen eines akademischen Abschlusses reicht maximal noch ein IHK-Abschluss heran. Aber auch dafür wird es auf den oberen Stufen eng. Wer allerdings eine Weiterbildung machen will, um sich gezielt Wissen über Human Resources anzueignen und damit seinen Job zu sichern bzw. noch neue Aufgaben in diesem Bereich zu übernehmen, ist im nicht-akademischen Bereich genau richtig. Denn diese Lehrgänge (ausgenommen diejenigen, die nur ein paar Tage gehen) führen recht schnell zum Ziel, vermitteln aber dennoch das Wissen, das man für Routineaufgaben im HR-Bereich braucht.

Welche Studiengänge oder Weiterbildungen sind anerkannt?

Wenn man sich mit den typischen Fragen von Studien- und Weiterbildungsinteressenten beschäftigt, sticht eine Frage immer heraus: „Wie anerkannt ist das eigentlich?“

Bei einem Abend- oder Fernstudium brauchst du dir um die Anerkennung überhaupt keine Sorgen zu machen - sowohl formal als auch persönlich, wie unser Partnerportal Studieren-berufsbegleitend.de in einem ausführlichen Artikel zusammenfasst. Ein akademischer Abschluss einer staatlich anerkannten Uni oder FH ist grundsätzlich immer gut. Und der Ruf einer Hochschule, auf den ja viele immer besonders achten wollen, ist auch von Personaler zu Personaler unterschiedlich.

Etwas anders sieht es bei Weiterbildungen aus. Der Markt in Deutschland ist voll mit Angeboten, die sich über ein paar Tage, mehrere Wochen oder auch Monate erstrecken. Was eigentlich immer gilt: Je länger eine nicht-akademische Weiterbildung dauert, desto besser ist sie für die Karriere. Die sehr anerkannten IHK-Abschlüsse wie Geprüfte/r Personalfachkaufmann/ -frau dauern länger als ein Jahr. Zudem haben sie recht strikte Zugangsvoraussetzungen. Gleiches gilt für Angebote, die mit einem institutseigenen Zertifikat abschließen.

Für alle, die „nur mal etwas ins Personalwesen hineinschnuppern“ oder die Fachbegriffe lernen möchten, reichen auch die kürzeren Lehrgänge von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen, für die man keinerlei besondere Voraussetzungen mitbringen muss.

Siegel der ZFUWer einen Fernlehrgang absolvieren und sichergehen will, dass die angestrebte Weiterbildung qualitativen Mindestansprüchen genügt, sollte nur solche Angebote in die Auswahl nehmen, die durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen sind. Die Anbieter schreiben das meist direkt auf ihrer Webseite oder du findest ein großes Logo mit der Zulassungsnummer in den Broschüren. Allerdings gibt es natürlich auch zahlreiche berufsbegleitende Angebote, die eher im Präsenzmodus durchgeführt werden und dafür brauchen die Anbieter kein ZFU Siegel.

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