Personalmanagement berufsbegleitend studieren – Allgemeiner Überblick

Berufsbegleitende HR Studiengänge sind begehrt, weil sie eine akademische Weiterqualifikation neben dem Berufsalltag ermöglichen. Das ist zwar teilweise sehr stressig, aber dennoch in den letzten Jahren immer beliebter und noch anerkannter geworden. Daher haben wir dem Thema „Berufsbegleitendes Studium im Personalwesen“ eine große Rubrik gewidmet.

Wie finde ich eine seriöse Hochschule? Worauf sollte ich bei der Wahl eines nebenberuflichen Studiums achten? Darauf gehen wir hier auf dieser Seite ein. Zudem haben wir zwei ausführliche Ratgeber zu den beiden verschiedenen Studienvarianten erstellt:

Präsenzstudium

Zu einem berufsbegleitenden Präsenzstudium zählt z.B. das Abend- oder Wochenendstudium.

Als Vorteil sehen viele, dass man im Dialog und zu festen Zeiten in einem Hörsaal lernt. Das erzeugt einen gewissen sozialen Druck, das Studium nicht schleifen zu lassen. Zugleich sind diese Präsenzzeiten der Nachteil, denn richtig flexibel ist man dadurch nicht.

Details zum Präsenzstudium + alle Studiengänge

Fernstudium

Der Klassiker - man lernt flexibel zu Hause und besucht die Studienzentren der Fernhochschule nur für wenige Präsenzkurse und -klausuren.

Vorteil ist genau diese Flexibilität, weil man z.B. auch auf Geschäftsreisen lernen kann. Auf der anderen Seite muss man sich immer wieder selbst motivieren, die Lernunterlagen durchzuarbeiten und am Ball zu bleiben.

Details zum Fernstudium + alle Studiengänge

Wissenswertes zum Studium neben dem Beruf

Alles, was du über ein berufsbegleitendes Personalmanagement Studium wissen musst

Von der Auflistung aller Studiengänge über die Voraussetzungen bis zu Qualitätssiegeln reicht dieser Abschnitt. Wir geben dir damit Antworten auf die wichtigsten Fragen, die sich bei der berufsbegleitenden Studienwahl stellen. Für alle, die es eilig haben, folgt hier direkt die Übersicht der Studienmöglichkeiten.

Wo kann man Personalmanagement berufsbegleitend studieren?

Wir haben sämtliche Bachelor-, Master- und MBA-Studiengänge recherchiert. Hier findest du die Liste.

Was sind die Voraussetzungen?

Zunächst mal: Ein fester Job ist nur in den wenigsten Fällen eine Voraussetzung, um dieses Studienmodell absolvieren zu können. Es heißt zwar „berufsbegleitend“, aber die Studiengänge stehen auch z.B. Müttern in Elternzeit oder Arbeitslosen offen.

Was man aber unbedingt braucht, ist eine Hochschulzugangsberechtigung. In den meisten Fällen ist das bei Studieninteressenten das Abitur oder die Fachhochschulreife (= Fachabi). Aber man kann Personalmanagement auch ohne Abitur studieren - indem man sich als „beruflich Qualifizierter“ einschreibt. Dafür reicht z.B. oft eine anerkannte Berufsausbildung plus mehrere Jahre Berufserfahrung in einem zum Personalwesen passenden Arbeitsgebiet. Den gesamten Überblick dazu gibt es hier bei uns im Artikel „Personalmanagement ohne Abi studieren“.

Und dann sollte man noch ein paar persönliche Eigenschaften mitbringen, um solch ein berufsbegleitendes Studium erfolgreich zu überstehen. Dazu gehören vor allem Biss, Ehrgeiz, Selbstmotivation und eine kleine Portion Leidensfähigkeit. Ein Studium neben dem Beruf ist nämlich wirklich kein Spaziergang. Es wird immer wieder stressige Phasen geben, in denen du an deine Grenzen kommst. Vor allem vor den Klausurphasen ist das der Fall. Dann muss man sich durchkämpfen und erhält optimalerweise Unterstützung durch den Partner bzw. die Familie und den Arbeitgeber.

Tipp: Rund um die Unterstützung vom Arbeitgeber hat unser Partnerportal Studieren-berufsbegleitend.de viele Tipps zur Verhandlung mit dem Chef veröffentlicht. Außerdem findest du dort noch weitere Infos zur Finanzierung, etc.

Wie lange dauert das berufsbegleitende Studium?

Das kommt auf den angestrebten Abschluss an. Wer Personalmanagement berufsbegleitend auf Bachelor studiert, kommt auf eine Regelstudienzeit von 6-8 Semestern. Zumindest bei Fernhochschulen kann man meistens noch kostenlos ein paar Monate dranhängen, falls man nicht rechtzeitig den Abschluss schafft.

Nebenberufliche Master- und MBA-Studiengängen dauern in der Regel zwischen 3-5 Semester.

Pro Woche, so die Erfahrung von Studierenden und Absolventen, solltest du einen Zeitaufwand von 10-15 Stunden einplanen, wenn du in der o.g. Regelstudienzeit fertig werden möchtest. Vor Klausuren ist das Pensum dann sicherlich etwas höher, zwischendurch reichen teilweise (liegt natürlich auch am eigenen Auffassungsvermögen) auch unter 10 Stunden pro Woche. Das zeigt auch diese Umfrage:

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Ein berufsbegleitendes Studium ist nicht ganz günstig. Die Hochschulen lassen sich die Lernunterlagen mit monatlichen Studiengebühren von 100-400 Euro bezahlen. Wir haben verschiedene berufsbegleitende Personalmanagement Studiengänge unter die Lupe genommen:

Man sieht, dass die Kosten zwischen 11.000 und 16.000 Euro liegen - unabhängig davon, ob man an einer privaten oder staatlichen Hochschule studiert.

Wie finde ich seriöse Anbieter?

Ganz einfach: Indem du in unserer Hochschuldatenbank recherchierst. Wir nehmen nur seriöse und anerkannte Hochschulen und Akademien auf.

Generell sollte man auf die folgenden Punkte achten:

  • Akkreditierung des Studiengangs durch eine entsprechende Agentur (z.B. FIBAA, ZEVA)
  • Staatliche Anerkennung der Einrichtung
  • Bei Fernstudiengängen: Anerkennung des Studiengangs durch die staatliche ZFU

Wenn man sich für einen Anbieter aus Deutschland oder Österreich entscheidet, kann man eigentlich nichts falsch machen. Gerade in Deutschland ist der Wettbewerb unter den Hochschulen so groß, dass schwarze Schafe sofort verklagt werden.

Welche Erfahrungen haben andere Studenten gemacht?

Das wollten wir auch wissen und haben nach dem Zufallsprinzip über Xing Studierende und Absolventen eines berufsbegleitenden Personalmanagement Studiums um Erfahrungsberichte gebeten.

  • Sandra, Personalreferentin: Absolventin Bachelor BWL und Master Wirtschaftspsychologie an der FOM Hochschule

    Darum habe ich mich für ein berufsbegleitendes Studium entschieden:

    "Für ein berufsbegleitendes Studium habe ich mich entschieden, weil es für mich wichtig war weiterhin Geld zu verdienen. Ich habe zuerst eine 'klassische' Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert und habe daher bereits ein bisschen Geld verdient. Wenn ich mich für ein Vollzeitstudium entschieden hätte, wären die Konsequenzen gewesen mein Auto abzugeben, weiter zu Hause zu wohnen und die regelmäßigen monatlichen Einnahmen aufzugeben. Ein weiterer Grund für das berufsbegleitende Studium war für mich, dass ich in der Praxis bleibe und meine Qualifizierung nicht nur theoretisch weiter aufbaue."

    So sah mein wöchentliches Studienpensum aus:

    "An der FOM nimmt die Zeit für die Vorlesungen ca. 10 Stunden in der Woche ein. Dazu kommt Zeit zum Lernen für die Klausuren und das Schreiben von Seminararbeiten. Ich musste meine Freizeit, vor allem im Master, dafür einschränken. Zeitlich wurde ich von meinem Arbeitgeber nicht unterstützt, dafür aber finanziell. Generell lässt sich das Studium mit der Arbeit gut unter einen Hut bringen."

    Das Studium hat sich gelohnt/nicht gelohnt, weil...

    "Das Studium hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Im Bachelor erhält man auf jeden Fall gutes Hintergrundwissen. Der Master hat nicht nur mein theoretisches Wissen erweitert, sondern hat mir dabei geholfen weitere Skills zu erwerben, wie z. B. die Präsentationsfähigkeit. "

    Ein solches berufsbegleitendes Studium ist zu empfehlen ...

    "... um seinen theoretischen Background zu erweitern und um beruflich einen Schritt weiterzukommen. Aus Sicht des Unternehmens bedeutet es, dass der Absolvent belastbar ist und Durchhaltevermögen hat."

  • Markus, Learning & Development Manager: Absolvent Master Personalentwicklung an der TU Kaiserslauten

    Darum habe ich mich für ein berufsbegleitendes Studium entschieden:

    "Zur Erweiterung meines Wissens und als zweite wissenschaftlich fundierte Basis für meine berufliche Tätigkeit fiel die Entscheidung, noch einmal ein Studium aufzunehmen."

    So sah mein wöchentliches Studienpensum aus:

    "Dies ist schwer zu beziffern, da ich mich immer nur phasenweise, dann aber recht intensiv mit den Studieninhalten beschäftigt habe. Man könnte aber sagen, dass ich durchschnittlich einen Vormittag pro Woche (Samstag) mit den Studienbriefen verbracht habe.

    Da es nur zwei Klausuren im gesamten Studiengang gab und die restlichen Leistungen durch Portfolioarbeit bzw. Hausarbeit erbracht wurden, hielt sich hier der Lernaufwand in Grenzen und konnte locker durch die Vorbereitung während der Präsenzphase erbracht werden. Es galt eben, sich im Vorhinein ausführlich und intensiv mit den Studienbriefen zu befassen. Die Vereinbarkeit mit einer 42 Stundenwoche war jeder Zeit gegeben."

    Das Studium hat sich gelohnt/ nicht gelohnt, weil...

    "... man viele Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Beweggründen zur Aufnahme des Studiums kennenlernen konnte.

    Ferner, das sollte aber klar sein, erlangt man einen weiteren akademischen Abschluss und vermehrt sein Wissen. Da es sich um lediglich vier Präsenzphasen im Fernstudium handelte, war für mich hier die Wahl einfach, da ich zu diesem Zeitpunkt wenig mobil war."

    Ein solches berufsbegleitendes Studium ist zu empfehlen für...

    "... jeden, der sein Wissen im Bereich Personalentwicklung professionalisieren und erweitern sowie im Rahmen eines postgradualen Studiums neue Erfahrungen erlangen möchte."

    Danke für die Antworten an Markus Simeit (Xing-Profil)

  • Anette, stellv. Akademieleiterin, Absolventin Master Personalentwicklung an der TU Kaiserslauten

    Darum habe ich mich für ein berufsbegleitendes Studium entschieden:

    "Ich habe überlegt, ob ich eine Weiterbildung oder ein weiteres Studium machen soll. Ziel war es etwas für den Kopf zu tun."

    So sieht mein wöchentliches Studienpensum aus:

    "Präsenztermine: 1 Wochenende pro Semester

    Der Zeitaufwand lag anfangs bei 8 Stunden pro Woche, gegen Ende dann bei vielleicht 8 Stunden pro Monat."

    Das Studium hat sich gelohnt/ nicht gelohnt, weil...

    "Schwierig zu beantworten... ich habe einiges gelernt, mein persönliches Ziel habe ich daher erreicht."

    Ein solches berufsbegleitendes Studium ist zu empfehlen für ...

    "Jemanden, der sich gerne weiterbilden möchte! Als grundlegend akademische Ausbildung m.E. nicht zu empfehlen!"

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